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Jens Schürrer-Varoquiergestorben am 12. Januar 2022

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Ulrich Schürrer
schrieb am 19. Februar 2022 um 1.00 Uhr

Funeral Blues
by W. H. Auden

Stop all the clocks, cut off the telephone,
Prevent the dog from barking with a juicy bone,
Silence the pianos and with muffled drum
Bring out the coffin, let the mourners come.

Let aeroplanes circle moaning overhead
Scribbling on the sky the message 'He is Dead'.
Put crepe bows round the white necks of the public doves,
Let the traffic policemen wear black cotton gloves.

He was my North, my South, my East and West,
My working week and my Sunday rest,
My noon, my midnight, my talk, my song;
I thought that love would last forever: I was wrong.

The stars are not wanted now; put out every one,
Pack up the moon and dismantle the sun,
Pour away the ocean and sweep up the wood;
For nothing now can ever come to any good.


***

Begräbnis-Blues
von W. H. Auden

Die Uhren stoppt, reißt raus das Telefon,
Ein Knochen für den Hund, dann schweigt er schon,
Nein, kein Klavier, nur Trommeln, dumpf und schwer.
Tragt raus den Sarg, die Trauernden ruft her.

Flugzeuge soll‘n im tristen Morgenrot
Groß an den Himmel schreiben: „Er ist tot“,
Die weißen Taubenhälse sollen schwarze Kragen,
Die Polizisten schwarze Handschuh‘ tragen.

Er war mein Nord, mein Süd, mein Ost, mein West,
Des Sonntags Ruh‘ und der Woche Stress,
Mein Wort, mein Lied, mein Mittag, meine Nacht;
Ich dachte, Liebe währet ewig - falsch gedacht.

Sterne sind jetzt unerwünscht, will nichts sehen davon,
verpackt den Mond, zertrümmert die Sonn´.
Fegt weg den Wald, gießt aus des Meeres Flut,
Nie wird es sein, so wie es war. Nie wieder gut.

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Ulrich Schürrer
schrieb am 19. Februar 2022 um 0.57 Uhr

Danksagungen am Grab (24. Januar 2022)

Liedruf Alleluja

(1) Wir danken dafür, Jens in unseren Familien gehabt zu haben: als Sohn und Schwiegersohn, als Bruder, als Ehemann, als Papa und als „Mama“, als Schwager und Verwandter.

Alleluja

(2) Wir danken dafür, Jens als guten Freund und Vertrauten erlebt zu haben, für wohltuende Gespräche und gemeinsame Aktionen, für seine Hilfsbereitschaft und seine ruhige, geduldige Art.

Alleluja
(3) Wir danken dafür, Jens im Pflegefamilienkreis Unter-SchLuPf regelmäßig getroffen zu haben, für seine Impulse im Austausch über unsere Kinder und Erziehungsfragen, für sein Fachwissen über Kinder und Jugendliche, sein Zuhören und Mitteilen.

Alleluja

(4) Wir danken für Jens‘ Engagement in unserer alt-katholischen Kirchengemeinde Stuttgart, bei Kindergruppe, Kommunion- und Firmvorbereitung, beim Gestalten von Weihnachtskrippe und Blumenschmuck. Wir danken dafür, dass er sich ehrenamtlich bei der AIDS-Hilfe Stuttgart und in unserem Wohnprojekt OEKOGENO eingesetzt hat.

Alleluja

(5) Wir danken für Jens‘ Arbeit als Krankenpfleger in der Psychiatrischen Institutsambulanz und in der Tagesklinik Bernsteinstraße, für seinen liebevollen und wertschätzenden Umgang mit den Menschen, insbesondere mit den ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen, und dafür, dass er jederzeit ein guter Kollege war.

Alleluja

(6) Wir danken für Jens und sein Leben und laden Euch ein: wer noch etwas beitragen möchte, kann dies nun gerne tun.

Alleluja

(Uli) Wir danken für viele gemeinsame Erlebnisse in unseren Spiekeroog-Urlauben. Jens war der Mensch für Herzschmerzfilme, Islandpferdeflüsterer, Hüter der Drachenschnur, Bastelkönig im Seeröschen, Strandspazierprofizuhörer, UNO-Schummelhelfer für Basti, Krimitauschpartner, Mützenhäkler. Danke für das Aufbrechen von Rollenbildern. Wir denken gerne an alle gemeinsamen Feste zu Hochzeiten, Geburtstagen, Silvester, Feuerzangenbowlen bei uns zurück. Danke, Jens!

Alleluja

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Ulrich Schürrer
schrieb am 19. Februar 2022 um 0.54 Uhr

aus der Trauerfeier am 24. Januar am Grab:

(Heide, Tagesklinik Bernsteinstraße)

"Lieber Jens,

Du bist uns als Geschenk in die Bernsteinstraße zugeflogen. Was brachtest Du alles mit? So viel Erfahrung, so viel Herzenswärme, so viel Neugierde, so viel Lebenslust. Morgens warst Du immer der Erste in der Klinik. Alles vorbereiten, alles richten, ein Kaffee aus Deiner gelben Tasse, eine kurze Zigarette, und dann: sind die Kinder willkommen. Begrüßung mit offenen Armen. Die Kinder wussten: Jens ist da. Jens fragt. Jens hört zu. Jens ist streng. Jens hilft. Jens spielt. Jens tröstet. Jens versteht. Wir wussten: Jens ist da. Jens hat alles im Blick. Jens gibt Halt. Jens weiß Rat. Jens stellt Fragen. Jens ist feinfühlig. Jens ist verletzlich. Jens ist ein wunderbarer Mensch.

Wir eröffnen eine Gruppe für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf. Jens sagt: ich bin da. Wir stellen uns in einer internen Runde als Tier vor. Jens sagt: ich bin der Bär.

Der Bär geht im August in Urlaub. Uns erreicht die Nachricht: Akutaufnahme im Norden in eine Klinik. Verlegung nach Tübingen. Niederschmetternde Diagnose: Krebs. Giftig. Zerstörerisch. Wir sind fassungslos, wir sind verzweifelt. Wie halten wir den Kontakt, wie können wir Dir sagen: wir sind da?

Yussuf ist im Frühsommer bei uns in Behandlung. Während dieser Zeit stirbt seine Mutter an einer Krebserkrankung. In den Ferien fährt er mit der Familie in den Kosovo zu ihrem Grab. Danach kommt er wieder zu uns. Letzte Woche fragt er: Wo ist Jens? Wir müssen ihm sagen: Jens ist gestorben. Jens ist tot.

Der Krater, der sich für uns und für die Kinder aufgetan hat, lässt sich nicht zuschütten. Wir trauern, und wir sind dankbar für alles, was wir mit Dir erleben durften. Wir werden darüber erzählen. Wir werden uns erinnern, und dann – bist Du da."

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Franz-Josef & Uschi Müller
schrieb am 2. Februar 2022 um 14.18 Uhr

Wir halten Jens gerne in unserer Erinnerung,
als Teil unseres Lebens und unserer Familie.